Beschreibung
Humanin ist ein 24-Aminosäure-Peptid das von mitochondrialer DNA (16S rRNA-Gen) codiert wird. Die Substanz wurde 2001 in Forschungsteams um Yuichi Hashimoto identifiziert als endogenes anti-apoptotisches Peptid, das gegen Alzheimer-bezogene Neurotoxizität schützt.
Laut Studien bindet Humanin an mehrere Rezeptoren inkl. dem Formyl-Peptide-Rezeptor 2 und IGFBP-3. Die zelluläre Wirkung umfasst Hemmung der Apoptose, Schutz vor oxidativem Stress, Verbesserung der Insulinsensitivität und neuroprotektive Effekte besonders in Alzheimer-Modellen.
Die Humanin-Spiegel sinken mit dem Alter - Humanin-Substitution wird als Aging-Reverse-Strategie in präklinischer Forschung untersucht. In Maus-Studien wurde verlängerte mittlere Lebensspanne unter chronischer Humanin-Anwendung dokumentiert.
Pharmakokinetisch limitierte Daten - die natürliche Form hat sehr kurze Halbwertszeit, synthetische Analoga (HNG, Humanin-Glyzin-14) wurden zur verbesserten Pharmakokinetik entwickelt.
Du erhältst Humanin als lyophilisiertes Peptid in 10er-Packs mit 10mg pro Vial.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Humanin wird laut Studien als gut verträglich beschrieben. Als endogenes, mitochondrial-codiertes Peptid wird der Compound in präklinischen Studien überwiegend mit cytoprotektiven Effekten assoziiert.
In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:
- Injektions-Stelle: leichte Rötung oder Druckgefühl an der Einstich-Stelle sind die häufigste lokale Beobachtung, typisch für subkutan applizierte Peptide.
- Sehr kurze Halbwertszeit: die native Form hat eine sehr kurze Wirkdauer, was die Pharmakokinetik schwer steuerbar macht. Synthetische Analoga wurden zur Verbesserung entwickelt.
- Metabolische Effekte: in Tiermodellen wurde Humanin mit Modulation der Insulinsensitivität assoziiert, ein systemischer Stoffwechsel-Effekt jenseits der reinen Neuroprotektion.
- Langzeitdaten fehlen: die Evidenz stammt überwiegend aus Tiermodellen, belastbare Humanstudien über lange Zeiträume existieren nicht.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- A rescue factor abolishing neuronal cell death by a wide spectrum of familial Alzheimer’s disease genes and Abeta - PNAS 2001, Hashimoto et al: Erst-Identifikation von Humanin als endogener Rescue-Faktor gegen Alzheimer-bedingte Neurotoxizität.
- Detailed Characterization of Neuroprotection by a Rescue Factor Humanin against Various Alzheimer’s Disease-Relevant Insults - Journal of Neuroscience 2001, Hashimoto et al: Mechanistische Charakterisierung der Humanin-Neuroprotektion gegen Amyloid-β und FAD-Gen-Insults.
- Interaction between the Alzheimer’s survival peptide humanin and insulin-like growth factor-binding protein 3 regulates cell survival and apoptosis - PNAS 2003, Ikonen et al: Identifikation der IGFBP-3-Bindung als anti-apoptotischer Pfad von Humanin.
- Naturally occurring mitochondrial-derived peptides are age-dependent regulators of apoptosis, insulin sensitivity, and inflammatory markers - Aging 2016, Cobb/Lee et al: Humanin und MOTS-c als alters-abhängige Regulatoren der Insulin-Sensitivität und Inflammation.
- Humanin Prevents Age-Related Cognitive Decline in Mice and is Associated with Improved Cognitive Age in Humans - Scientific Reports 2018, Yen et al: Humanin verzögert kognitiven Alters-Decline im Maus-Modell, Korrelation mit kognitivem Alter beim Menschen.




