Was ist Humanin?
Humanin ist ein kleines Peptid, das vom Erbgut der Mitochondrien (den Kraftwerken der Zelle) codiert wird. Entdeckt wurde es bei der Suche nach Faktoren, die Nervenzellen vor dem Absterben schützen. In der Alterns- und Stressforschung gilt es als spannender Kandidat.
Ehrlich vorweg: Die Effekte stammen aus Zell- und Tiermodellen. Zu injiziertem Humanin beim Menschen gibt es kaum Daten.
Wie es wirkt
Humanin wirkt zellschützend, vor allem gegen verschiedene Stress- und Schadensauslöser, und greift in die mitochondriale Funktion und Stressantwort ein. In Modellen war es mit Schutz vor neuronalem Zelltod und besserer Stressresistenz verbunden.
Was du brauchst
- Das Humanin-Vial (lyophilisiertes Pulver).
- Bakteriostatisches Wasser, U-100-Insulinspritzen, Alkoholtupfer.
Rekonstitution
Nutze den Rechner oben. Ein 5mg-Vial mit 2ml Wasser ergibt 2500mcg pro ml, 250mcg sind dann 10 Einheiten auf der U-100-Spritze. Das Wasser einfach ins Vial geben und auflösen lassen.
Dosierung
Nur für Mitglieder
Dosierempfehlungen sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Einloggen ist kostenlos.
Injektion
Subkutan ins Unterhautfettgewebe. Einstichstelle desinfizieren, Hautfalte nehmen, Stellen wechseln.
Was die Forschung zeigt
Die Entdecker-Arbeit (Hashimoto, 2001) zeigte, dass Humanin Nervenzellen vor einer ganzen Reihe Alzheimer-relevanter Schäden schützt. Spätere Forschung verband es mit Stressresistenz und mitochondrialer Funktion. Das ist eine interessante präklinische Grundlage, aber eben kein Humanbeleg.
Nebenwirkungen
- Belastbare Humandaten fehlen, entsprechend wenig ist über Nebenwirkungen bekannt.
- Lokale Reaktionen an der Einstichstelle.
Praxis
- Erwartungen niedrig halten, alles beruht auf Zell- und Tiermodellen.
- Klar experimentell, niedrig starten.
Lagerung
Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.