Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Kognition

P21

Ein winziges Tetrapeptid aus CNTF, das in Studien Neurogenese im Hippocampus stimuliert.

2 Min. Lesezeit 3 Quellen Titration Stand Juni 2026
Klasse
CNTF-Mimetic / BDNF-Verstärker
Anwendung
Subkutan, 2x pro Woche
Halbwertszeit
kurz, daher 2 Gaben pro Woche
Status
Präklinisch, kleine Humandaten

Einstieg

Praktische Dosierung

Werte pro Woche in mg, aufgeteilt auf 2 Gaben subkutan. Niedrig anfangen, langsam steigern.

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Was ist P21?

P21 ist ein synthetisches Tetrapeptid - nur vier Aminosäuren, abgeleitet aus CNTF (Ciliary Neurotrophic Factor), einem körpereigenen Neurotrophin. Klein genug, um die Blut-Hirn-Schranke zu überqueren, und damit direkt im Hirn aktiv.

In präklinischen Studien zählt P21 zu den potentesten bekannten Neurogenese-Verstärkern - es stimuliert die Bildung neuer Nervenzellen im Hippocampus, der Hirnregion für Lernen und Gedächtnis.

Wie es wirkt

P21 erhöht die Expression von BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) und reduziert pathologische Tau-Phosphorylierung. BDNF wirkt wie Dünger an Synapsen - bestehende Verbindungen werden stärker, neue entstehen leichter. Der Tau-Effekt ist im Alzheimer-Kontext interessant.

Zusätzlich stimuliert es die adulte Neurogenese im Hippocampus - eine der wenigen Regionen im erwachsenen Hirn, in der überhaupt neue Neuronen gebildet werden.

Einnahme

P21 wird subkutan in den Bauchnabel-Bereich injiziert, etwa 2 Mal pro Woche. Vorher wird das Lyophilisat-Pulver im Vial mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert.

  • Subkutan, dünne Insulin-Nadel.
  • 2 Mal pro Woche reicht durch die anhaltende Wirkung auf BDNF.
  • Idealerweise morgens, P21 wirkt leicht aktivierend.

Dosierung

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Was die Forschung zeigt

P21 wurde am New York State Institute for Basic Research entwickelt und in mehreren präklinischen Studien getestet:

  • Kazim et al. 2014: verbessertes Lernen und Gedächtnis in Mausmodellen der Alzheimer-Erkrankung.
  • Khatoon et al. 2015: Reduktion der Tau-Phosphorylierung plus Verstärkung der adulten Neurogenese.
  • Bolognin et al. 2014: erhöhte BDNF-Expression und Neurogenese-Förderung im Hippocampus.

Belastbare Humandaten fehlen bisher - alles ist präklinisch und kleinformatig.

Nebenwirkungen

  • Selten lokale Reizung an der Injektions-Stelle.
  • Manche Anwender berichten leichten Antrieb oder Schlafverschiebung in den ersten Tagen.
  • Keine bekannten ernsten Nebenwirkungen aus den präklinischen Studien.

Lagerung

Lyophilisat-Pulver trocken, kühl und vor Licht geschützt lagern. Rekonstituiertes Vial in den Kühlschrank, dort mindestens 8 bis 10 Wochen stabil, nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger.

Evidenz

Quellen

  1. 1 P21 verbessert Lernen und Gedächtnis in Mausmodellen der Alzheimer-Erkrankung. Kazim et al., Mol Neurodegener, 2014
  2. 2 P021 als Inhibitor der Tau-Aggregation und Verstärker der Neurogenese. Khatoon et al., J Alzheimers Dis, 2015
  3. 3 CNTF-Mimetikum P021 fördert adulte Neurogenese im Hippocampus. Bolognin et al., Mol Neurobiol, 2014

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