Beschreibung
VIP (Vasoactive Intestinal Peptide) ist ein 28-Aminosäuren-Neuropeptid, das ursprünglich aus dem Darm isoliert wurde, aber in Gewebe-übergreifender Verteilung im Körper exprimiert wird. Strukturell gehört VIP zur Sekretin-Glukagon-Familie und zeigt Sequenz-Homologie zu PACAP (Pituitary Adenylate Cyclase-Activating Polypeptide). In der wissenschaftliche Literatur ist VIP als Multi-Funktions-Peptid mit Effekten auf Immun-Modulation, vaskuläre Funktion und neuroendokrine Achsen etabliert.
Der Mechanismus liegt in der Aktivierung der VPAC1- und VPAC2-Rezeptoren, die G-Protein-gekoppelt sind und über cAMP-Signaling intrazelluläre Kaskaden auslösen. In präklinischen Studien wurde VIP mit anti-inflammatorischen Effekten, Vasodilatation, Modulation von T-Regulator-Zellen und neurotrophen Eigenschaften assoziiert. Diese Multi-Modalität macht VIP zu einem komplexen aber mechanistisch gut charakterisierten Werkzeug.
In Tiermodellen wurde VIP umfangreich in Inflammations-Modellen, vaskulären Setups und neurodegenerativen Studien charakterisiert. Eine Besonderheit: VIP zeigt in präklinischen Modellen Effekte auf Th1/Th2-Balance und kann in Autoimmun-Studienmodellen zur Th2-Verschiebung beitragen.
Die Halbwertszeit von nativem VIP ist sehr kurz (wenige Minuten), was die Anwendung systemisch herausfordernd macht. In modernen Setups werden häufig stabilisierte VIP-Analoga oder lokale Anwendungs-Routen eingesetzt.
Du erhältst VIP in 5mg-Vials im 10er-Pack.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
VIP wird laut Studien als überwiegend gut verträglich beschrieben, hat aber durch seine vasoaktive Wirkung ein eigenes Profil zu beachtender Effekte.
In Forschung und Anwender-Berichten beobachtet:
- Kreislauf: VIP ist ein potenter Vasodilatator, in der Literatur werden Flush, Wärmegefühl, niedriger Blutdruck oder Schwindel als kreislaufbezogene Effekte beschrieben.
- Injektions-Stelle: leichte Rötung oder Druckgefühl an der Einstich-Stelle sind die häufigste lokale Beobachtung.
- Immun-Modulation: VIP moduliert in präklinischen Modellen die Th1/Th2-Balance und kann zur Th2-Verschiebung beitragen, ein aktiver Eingriff in die Immun-Regulation.
- Sehr kurze Halbwertszeit: native VIP hat eine Wirkdauer von nur wenigen Minuten, was die systemische Anwendung schwer steuerbar macht.
- Langzeitdaten fehlen: die Charakterisierung stammt überwiegend aus präklinischen Modellen, belastbare Langzeit-Humandaten existieren nicht.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- VIP: a neuropeptide in immune regulation - Peptides 2008: Mechanismus-Übersicht zur Immun-Achse.
- VIP and PACAP receptors in inflammation - Trends in Pharmacological Sciences 2014: Rezeptor-Pharmakologie.
- Vasoactive intestinal peptide: 50 years of research - Peptides 2017: Umfassende historische Übersicht.




