Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Muskelaufbau & Performance

YK11

Ein Sonderfall: strukturell ein Steroid-Derivat, das wie ein SARM wirkt und zusätzlich als Myostatin-Hemmer beschrieben wird, mit sehr dünner Datenlage.

2 Min. Lesezeit 1 Quellen Titration Stand Mai 2026
Klasse
SARM-artiges Steroid-Derivat
Anwendung
Oral (oft aufgeteilt)
Status
Rein präklinisch, keine Humandaten
WADA
Verboten

Einstieg

Berichtete Dosierung (Research-Community)

Werte pro Tag, oft aufgeteilt. Humandaten gibt es praktisch nicht, YK11 hat unter den SARM-artigen Stoffen eines der engsten Sicherheitsfenster.

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Was ist YK11?

YK11 ist ein Sonderfall unter den SARM-artigen Stoffen. Strukturell ist es ein Steroid-Derivat, verhält sich aber wie ein selektiver Androgen-Rezeptor-Modulator. Zusätzlich wurde es in Zellmodellen als Myostatin-Hemmer beschrieben, also als Stoff, der die natürliche Wachstumsbremse des Muskels lockern könnte.

Ehrlich vorweg: Zu YK11 gibt es praktisch keine Humandaten. Alles, was vorliegt, stammt aus Zellkultur.

Wie es wirkt

YK11 aktiviert den Androgen-Rezeptor als Partial-Agonist. In Muskelzellen steigerte es die Bildung von Follistatin, einem körpereigenen Gegenspieler von Myostatin. Da Myostatin Muskelwachstum bremst, wäre mehr Follistatin theoretisch ein Hebel für mehr Wachstum.

Wichtig: Das ist in C2C12-Muskelzellen beschrieben, nicht im Menschen. Ob und wie stark sich das überträgt, ist offen.

Einnahme

Oral, oft auf zwei Gaben verteilt.

  • Wegen der kürzeren Wirkdauer wird häufig gesplittet.
  • Mit etwas Wasser, mit oder ohne Essen.
  • Zyklen werden kurz gehalten.

Dosierung

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Was die Forschung zeigt

Die zentrale Studie (Kanno, 2013) zeigte, dass YK11 in C2C12-Muskelzellen die Bildung von Follistatin anregte und darüber die myogene Differenzierung förderte. Der Effekt ließ sich mit einem Follistatin-Antikörper aufheben, was den Mechanismus stützt.

Das ist eine saubere präklinische Arbeit, aber eben Zellkultur. Es gibt keine Humanstudien, keine Pharmakokinetik am Menschen und keine Langzeitdaten. YK11 ist klar experimentell.

Nebenwirkungen

  • Aus der Fallliteratur zu SARM-artigen Stoffen sind Leberbelastungen bekannt, für YK11 wird das Fenster als besonders eng eingeschätzt.
  • Als androgen wirksamer Stoff ist eine Unterdrückung der eigenen Achse zu erwarten.
  • Belastbare Nebenwirkungs-Daten am Menschen fehlen schlicht.

Praxis

  • Erwartungen am Boden halten, alles beruht auf Zellmodellen.
  • Wenn überhaupt, sehr niedrig und kurz.
  • In offiziellen Wettkämpfen verboten.
  • Leber- und Blutwerte im Blick behalten.

Lagerung

Trocken, kühl und vor Licht geschützt lagern, außerhalb der Reichweite von Kindern. Originalbehälter verschlossen halten und das Verfallsdatum beachten.

Evidenz

Quellen

  1. 1 YK11 reguliert die myogene Differenzierung von C2C12-Zellen über Follistatin (präklinisch). Kanno et al., Biological and Pharmaceutical Bulletin, 2013

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