Beschreibung
Methyltrenbolone (Metribolone, M3, R1881) ist die 17α-methylierte Variante von Trenbolone. Strukturell ist das Compound ein 19-Nor-Steroid mit den Trenbolone-typischen Doppelbindungen plus 17α-Methyl-Gruppe für orale Bioverfügbarkeit. In der biochemischen Forschung wird R1881 als Standard-Ligand für Androgen-Rezeptor-Bindungs-Studien verwendet.
Laut Studien bindet Methyltrenbolone mit extremer Affinität an den Androgen-Rezeptor - höher als jedes andere bekannte Anabolikum. Die anabole Potenz pro Milligramm ist entsprechend hoch, ebenso die Hepatotoxizität. Die Substanz wurde nie für humane Anwendung entwickelt.
In der Recreational-Praxis ist Methyltrenbolone praktisch nicht nutzbar wegen der extremen Toxizität. Ein paar Designer-Steroid-Hersteller versuchten in den 2000er Jahren M3 als Prohormon-Supplement zu vermarkten, mit dramatischen Hepatotoxizitäts-Case-Reports als Folge. Die Substanz ist in den USA seit 2014 unter dem Designer Anabolic Steroid Control Act explizit verboten.
Die einzige sinnvolle Anwendung der injizierbaren Methyltrenbolone-Form ist als chemischer Standard in der Doping-Analytik oder in molekularbiologischen AR-Bindungs-Assays.
Pharmakokinetisch ist die orale Bioverfügbarkeit dank 17α-Methyl-Gruppe hoch. Halbwertszeit etwa 4-6 Stunden.
Bekannte Effekte in den wenigen Anwendungs-Case-Reports: massive ALT/AST-Erhöhungen schon nach 1-2 Wochen, Cholestase, Bluthochdruck, schwere Lipid-Profil-Verschlechterung, ausgeprägte HPG-Suppression. Die Effekte sind dramatischer als unter klassischen Trenbolone-Estern wegen der zusätzlichen 17α-Methyl-Gruppe.
Methyltrenbolone steht auf der WADA-Verbotsliste.
Du erhältst Methyltrenbolone als ölige Injektions-Lösung in 10er-Packs mit 5mg/ml.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Methyltrenbolone gilt als eines der toxischsten Anabolika überhaupt - die in der Literatur und in Case-Reports beschriebenen Effekte sind drastisch, die Substanz wurde nie für humane Anwendung entwickelt.
In Studien und Case-Reports dokumentiert:
- Extreme Hepatotoxizität: die zusätzliche 17α-Methyl-Gruppe macht das ohnehin potente Trenbolone-Molekül massiv lebertoxisch. Dokumentiert sind starke ALT/AST-Erhöhungen schon nach 1-2 Wochen und Cholestase.
- Progestagene Wirkung: als 19-Nor-Compound besteht eine progestagene Restwirkung mit Prolaktin-vermittelten Effekten, wie bei allen Trenbolone-Derivaten beschrieben. Keine Aromatisierung.
- Unterdrückung der eigenen Produktion: dokumentiert ist eine ausgeprägte HPG-Suppression, die Erholung nach Absetzen erfordert in den Berichten klassische PCT.
- Herz-Kreislauf: in den wenigen Anwendungs-Case-Reports beschrieben sind Bluthochdruck und eine schwere Verschlechterung des Lipid-Profils. Die Effekte sind dramatischer als unter klassischen Trenbolone-Estern.
Baseline-Bluttests vor, während und nach einem Forschungsprotokoll sind dringend angeraten. Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Binding of [3H] methyltrienolone (R 1881) in rat prostate and human benign prostatic hypertrophy (BPH) - Steroids 1976: Charakterisierung der hochaffinen AR-Bindung von R1881, der bis heute als Referenz-Ligand für Androgen-Rezeptor-Studien dient.
- The use of methyltrienolone in the measurement of the free and bound cytoplasmic receptors for dihydrotestosterone in benign hypertrophied human prostate - Journal of Steroid Biochemistry 1978: methodische Etablierung von R1881 als Standard im AR-Binding-Assay.
- Androgen Receptor Assay with [3H]Methyltrienolone (R1881) in the Presence of Progesterone Receptors - Endocrinology 1979: technische Studie zur selektiven AR-Quantifizierung mit R1881.
- Methyltrienolone (R1881) is not aromatized by placental microsomes or rat hypothalamic homogenates - Journal of Steroid Biochemistry 1984: zeigt, dass R1881 nicht zu Östrogenen aromatisiert - relevant für die experimentelle Trennung von androgener vs. estrogener Wirkung.
- The Synthetic Androgen Methyltrienolone (R1881) Acts as a Potent Antagonist of the Mineralocorticoid Receptor - Molecular Pharmacology 2007: charakterisiert eine MR-antagonistische Off-Target-Aktivität von R1881.




