Beschreibung
Stanozolol (Winstrol, Winny) ist ein synthetisches Dihydrotestosteron-Derivat mit Pyrazol-Ringfusion am A-Ring und 17α-Methyl-Gruppe. Die Pyrazol-Modifikation macht Stanozolol resistent gegen 5α-Reduktion und Aromatisierung, was ein scharfes DHT-Profil ohne Estrogen-Wirkung ergibt.
Laut Studien bindet Stanozolol an den Androgen-Rezeptor mit moderater Affinität. Die fehlende Aromatisierung bedeutet keine Wasser-Retention - im Gegenteil, viele Anwender beobachten eine “drying-out”-Wirkung mit reduzierter subkutaner Wasser-Retention. Das macht Winstrol zum klassischen Cutting-Compound der Anabolika-Praxis.
Pharmakokinetisch oral verfügbar mit Halbwertszeit von etwa 9 Stunden. Steady-State innerhalb 2-3 Tage. Die orale Variante hat eine zweite ungewöhnliche Eigenschaft: Stanozolol senkt SHBG-Spiegel deutlich, was den frei verfügbaren Anteil anderer Anabolika im Stack erhöht.
Stanozolol wurde berühmt 1988 als Ben Johnson nach seinem Olympic-Sieg im 100m-Sprint positiv auf die Substanz getestet wurde. Klinisch war Winstrol zugelassen zur Behandlung von hereditärem Angioödem und in der Veterinärmedizin.
Bekannte Effekte in Studien: hohe Hepatotoxizität (eines der hepatotoxischsten Anabolika überhaupt), Gelenk-Trockenheit und Schmerzen (in der Recreational-Praxis häufig berichtet), ungünstiges Lipid-Profil mit starkem HDL-Drop, HPG-Suppression. Die Gelenk-Effekte beruhen vermutlich auf der starken DHT-Wirkung ohne Estrogen-Schutz.
Stanozolol steht auf der WADA-Verbotsliste.
Du erhältst Stanozolol als orale Tabletten in einer Dose mit 50mg pro Tablette.
Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.
Risiken & Sicherheit
Stanozolol zählt zu den hepatotoxischsten Anabolika überhaupt und steht damit klar im oberen Bereich der Risiko-Skala. Die in der Literatur beschriebenen Effekte betreffen vor allem Leber, Lipid-Profil und Gelenke.
In Studien und der Anwendungs-Literatur dokumentiert:
- Hohe Leberbelastung: als 17α-Methyl-Steroid ist Stanozolol stark hepatotoxisch und gehört zu den lebertoxischsten Vertretern der Klasse, dokumentiert in mehreren Hepatotoxizitäts-Studien.
- Lipid-Profil: in Studien beschrieben ist ein ungünstiges Lipid-Profil mit ausgeprägtem HDL-Abfall.
- Gelenk-Effekte: in der Anwendungs-Literatur häufig berichtet sind Gelenk-Trockenheit und Schmerzen, vermutlich durch die starke DHT-Wirkung ohne Estrogen-Schutz.
- Unterdrückung der eigenen Produktion: dokumentiert ist eine Suppression der HPG-Achse, zusätzlich senkt Stanozolol die SHBG-Spiegel deutlich.
Diese Einordnung ersetzt keine ärztliche Beratung. Risiko und Verantwortung für jede tatsächliche Anwendung liegen vollständig beim Käufer.
Studien
- Hereditary angioedema: Safety of long-term stanozolol therapy - Journal of Allergy and Clinical Immunology 2007, Sloane et al: Langzeit-Sicherheits-Studie zur prophylaktischen Stanozolol-Therapie bei hereditärem Angioödem.
- Hereditary angioedema: A decade of management with stanozolol - Journal of Allergy and Clinical Immunology 1987, Sheffer et al: Klinisches Zehn-Jahres-Follow-up zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen.
- Danazol and stanozolol in long-term prophylactic treatment of hereditary angioedema - Journal of Allergy and Clinical Immunology 1980, Agostoni et al: Vergleichsstudie zur prophylaktischen Therapie bei HAE.
- Effect of Stanozolol on Liver Function - JAMA 1963: Frühe Studie zu hepatischen Funktionsparametern unter Stanozolol.
- Hepatotoxicity Associated with Methylstenbolone and Stanozolol Abuse - Medical Journal of Clinical Trials and Case Studies 2018, Vargas et al: Fallserie zu Leber-Schäden unter Stanozolol-Missbrauch.




