Was ist ACE-031?
ACE-031 (Ramatercept) ist ein Fusionsprotein, das einen Teil des Activin-Rezeptors IIB nachbaut und damit Myostatin und verwandte Botenstoffe abfängt, bevor sie ihre Wirkung entfalten. Myostatin ist die natürliche Wachstumsbremse des Muskels, ACE-031 löst diese Bremse.
Wichtig: ACE-031 ist kein kleines Peptid, sondern ein großes Protein, das in mg pro Kilogramm Körpergewicht dosiert wurde. Die klinische Entwicklung wurde wegen Nebenwirkungen gestoppt.
Wie es wirkt
Normalerweise bremst Myostatin über den ActRIIB-Rezeptor das Muskelwachstum. ACE-031 wirkt wie eine Falle: Es fängt Myostatin und verwandte Activine ab, sodass das Bremssignal den Rezeptor nicht erreicht. Die Folge in Studien war ein Zuwachs an Magermasse.
Der Haken: Der ActRIIB-Rezeptor steuert nicht nur Muskel, sondern auch Blutgefäße, daher die problematischen Nebenwirkungen.
Was du brauchst
- Das ACE-031-Vial (lyophilisiertes Pulver).
- Bakteriostatisches Wasser, Insulinspritzen, Alkoholtupfer.
Rekonstitution
Nutze den Rechner oben für Konzentration und Volumen. Beachte aber: In den Studien wurde ACE-031 in mg pro Kilogramm Körpergewicht dosiert, also in deutlich höheren Mengen, als kleine Vials hergeben. Für den Research-Einsatz gibt es kein etabliertes, sicheres Protokoll.
Dosierung
Nur für Mitglieder
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Injektion
In den Studien subkutan. Mangels etabliertem Protokoll und wegen der Sicherheitslage ist hier besondere Zurückhaltung angebracht.
Was die Forschung zeigt
Eine Phase-1-Studie (Attie, 2013) zeigte bei gesunden Frauen einen dosisabhängigen Anstieg der Magermasse, ACE-031 funktioniert also. Eine Studie bei Jungen mit Duchenne-Muskeldystrophie (Campbell, 2017) wurde jedoch vorzeitig beendet, nachdem Nebenwirkungen wie Nasen- und Zahnfleischbluten und erweiterte Blutgefäße auftraten.
Diese Gefäss-Nebenwirkungen sind der Grund, warum ACE-031 nie zur Zulassung kam. Das sollte man kennen, bevor man es überhaupt erwägt.
Nebenwirkungen
- Nasenbluten und Zahnfleischbluten.
- Erweiterte kleine Blutgefäße (Teleangiektasien) an der Haut.
- Diese Gefäss-Effekte führten zum Stopp der klinischen Entwicklung.
Praxis
- Die Entwicklung wurde aus Sicherheitsgründen gestoppt, das ist das deutlichste Signal überhaupt.
- Kein etabliertes, sicheres Dosierungsprotokoll.
- In offiziellen Wettkämpfen verboten.
Lagerung
Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.