Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

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Ivermectin

Makrozyklisches Lakton-Antiparasitikum mit breitem antiparasitärem Spektrum.

1 Min. Lesezeit 3 Quellen Titration Stand Juni 2026
Klasse
Makrozyklisches Lakton, Antiparasitikum
Anwendung
Behandlung parasitärer Infektionen
Halbwertszeit
ca. 12-16 Stunden
Status
Verschreibungspflicht (rezeptpflichtig)

Einstieg

Übliche Dosierung (Research-Kontext)

Werte als Einmaldosis in mg (typisch 150-200 mcg/kg Körpergewicht)

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Was ist Ivermectin?

Ivermectin ist ein makrozyklisches Lakton-Antiparasitikum, das durch Fermentation aus dem Bodenbakterium Streptomyces avermitilis gewonnen wird. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Parasiten einschließlich Fadenwürmer (Nematoden) und Arthropoden. Ivermectin wird für die Behandlung von Onchozerkose (Flusskrankheit), Strongyloidiasis und Krätze eingesetzt.

Forschung untersucht seine Wirkung gegen verschiedene parasitäre Erkrankungen. Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen.

Wie es wirkt

Ivermectin wirkt durch Potenzierung der Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Signalübertragung in Parasiten-Nervensystemen. Dies führt zu:

  • Lähmung der Parasitenmuskulatur
  • Störung der Funktion von Ionenkanälen
  • Überflutung von Glutamat-Rezeptoren
  • Verlust der Parasitenreaktivität und Motilität
  • Letaler Effekt auf Parasiten

Die Selektivität für Parasiten basiert auf unterschiedlicher GABA-Rezeptor-Expression und Blut-Hirn-Schranken-Unterschieden.

Anwendung und Dosierung

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Was die Forschung zeigt

Klinische Studien deuten an, dass Ivermectin:

  • Hochwirksam gegen Onchocerca volvulus ist
  • Strongyloides stercoralis-Infektionen eliminiert
  • Bei Krätze (Scabies) wirksam ist
  • Bei verschiedenen Dosierungen unterschiedliche Wirksamkeitsprofile zeigt
  • Eine abhängige Dosisbeziehung bei schweren parasitären Belastungen zeigt
  • Breite Anwendbarkeit gegen Arthropoden ermöglicht

Meta-Analysen verdeutlichen, dass höhere Dosen oder mehrfache Gaben bei komplexeren parasitären Infektionen erforderlich sein können.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall)
  • Juckreiz (Herxheimer-ähnliche Reaktion bei Parasitenabbau)

Schwerwiegendere Nebenwirkungen sind selten, können aber neurologische Symptome bei sehr hohen Dosen einschließen. Ivermectin ist kontraindiziert bei Neurofilaria-Infektionen in Westafrika ohne weitere Überwachung.

Lagerung

Ivermectin-Tabletten sollten trocken und kühl, vor Licht geschützt gelagert werden. Die Lagerungstemperatur sollte zwischen 15-25 Grad Celsius liegen. Die Originalbehälter schützen vor Feuchte und Licht und sollten fest verschlossen bleiben. Nicht im Kühlschrank lagern.

Evidenz

Quellen

  1. 1 Systematische Übersicht und Meta-Analyse: Ivermectin bei SARS-CoV-2-Infektion. GeroScience 2023
  2. 2 Klinische Wirkungslosigkeit von Ivermectin bei COVID-19: Doppelblind placebokontrollierte Studie. Frontiers in Medicine 2022
  3. 3 Humanstudien zur Hautfütterung vs. Membranfütterung für Ivermectin-Wirksamkeit: IVERMAL-Studie. PMC6743833

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