Diese Information dient ausschließlich Forschungs- und Bildungszwecken. Keine medizinischen Empfehlungen. Produkte sind nicht zur Anwendung am Menschen freigegeben. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen einen Arzt.

Lexikon

Kognition

PE 22-28

Ein verkürztes Spadin-Analog, das den TREK-1-Kanal blockiert, ein experimenteller antidepressiver Ansatz aus der Grundlagenforschung.

1 Min. Lesezeit 2 Quellen Rechner Stand Mai 2026
Klasse
Spadin-Analog (TREK-1-Blocker)
Anwendung
Subkutan (in mcg)
Halbwertszeit
kurz
Status
Präklinisch, keine Humandaten

Nur für Mitglieder

Dosierempfehlungen sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Einloggen ist kostenlos.

Einloggen / Registrieren

Zubehör

Das brauchst du dazu

Fürs Ansetzen und Spritzen brauchst du etwas Basis-Ausstattung. Hier solide, günstige Optionen:

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Links führen zu Amazon - für dich ohne Mehrkosten.

Was ist PE 22-28?

PE 22-28 ist ein verkürztes Analog von Spadin, einem körpereigenen Peptid. Es blockiert den Kaliumkanal TREK-1, der eine Rolle bei Stimmung und Depression spielt. Die Idee dahinter: ein schnell wirkendes Antidepressivum-Prinzip, das anders ansetzt als klassische Mittel.

Ehrlich vorweg: Das ist Grundlagenforschung, beim Menschen gibt es keine Daten.

Wie es wirkt

Der TREK-1-Kanal dämpft die Aktivität bestimmter Nervenzellen. Blockiert man ihn, steigt deren Erregbarkeit, was in Tiermodellen mit einer schnellen antidepressiven Wirkung und gesteigerter Neubildung von Nervenzellen verbunden war. PE 22-28 ist eine optimierte, stabilere Version von Spadin.

Was du brauchst

  • Das PE-22-28-Vial (lyophilisiertes Pulver).
  • Bakteriostatisches Wasser, U-100-Insulinspritzen, Alkoholtupfer.

Rekonstitution

Nutze den Rechner oben. Ein 5mg-Vial mit 2ml Wasser ergibt 2500mcg pro ml, 100mcg sind dann 4 Einheiten auf der U-100-Spritze. Das Wasser einfach ins Vial geben und auflösen lassen.

Dosierung

Nur für Mitglieder

Dosierempfehlungen sind nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Einloggen ist kostenlos.

Einloggen / Registrieren

Injektion

Subkutan ins Unterhautfettgewebe. Einstichstelle desinfizieren, Hautfalte nehmen, Stellen wechseln.

Was die Forschung zeigt

Spadin wurde als TREK-1-Blocker mit antidepressivem Profil beschrieben (Mazella, 2010). Verkürzte Analoga wie PE 22-28 zeigten in Tiermodellen eine bessere Kanal-Hemmung, höhere Stabilität und antidepressive Aktivität (Djillani, 2017). Das alles ist präklinisch, Humanstudien fehlen.

Nebenwirkungen

  • Belastbare Humandaten fehlen, entsprechend wenig ist über Nebenwirkungen bekannt.
  • Lokale Reaktionen an der Einstichstelle.
  • Ein Eingriff in Stimmungs-Systeme ist nicht harmlos, hier ist besondere Vorsicht angebracht.

Praxis

  • Klar experimentell, Erwartungen niedrig halten.
  • Bei psychischer Vorbelastung die Finger davon lassen.

Lagerung

Vor dem Auflösen ist das Pulver robust, normale Raumtemperatur (rund 20 bis 25 Grad) reicht, am besten dunkel lagern. Nach dem Auflösen in den Kühlschrank (2 bis 8 Grad), nicht einfrieren. Dort hält die Lösung mindestens 8 bis 10 Wochen nahezu ohne Wirkstoffverlust, in der Praxis deutlich länger. Schwenken oder schütteln zum Mischen ist beides okay.

Evidenz

Quellen

  1. 1 Spadin als sortilin-abgeleiteter TREK-1-Blocker, neues Antidepressiva-Konzept (präklinisch). Mazella et al., PLoS Biology, 2010
  2. 2 Verkürzte Spadin-Analoga (inkl. PE 22-28): bessere TREK-1-Hemmung und antidepressive Aktivität. Djillani et al., Frontiers in Pharmacology, 2017

Weiterlesen

Weitere im Lexikon

Im Shop

PE 22-28 im Katalog

Größen, Preise und Verfügbarkeit für den Forschungsgebrauch. Direkt vom Lexikon zur Produktseite.

Im Shop ansehen